Eine zentrale Frage der modernen Astrophysik ist es, unser Verhältnis für die Bildung von Sternen und Sternhaufen in der Milchstraße zu erweitern und zu vertiefen. Sterne entstehen in interstellaren Wolken aus molekularem Wasserstoff. Der Prozess der Sternentstehung wird dabei reguliert duch das komplexe Wechselspiel von Eigengravitation des Wolkengases und der darin beobachteten Überschallturbulenz.
Der Vortrag fasst die gegenwärtigen Erkenntnisse über die Geburt der Sterne zusammen und beschreibt die doppelte Rolle, die interstellare Turbulenz dabei spielt. Zum Einen trägt sie dazu bei, dass Gaswolken auf großen Skalen gegen gravitative Kontraktion stabilisiert werden. Gleichzeitig jedoch führt sie auf kleinen Skalen zu starken Dichtefluktationen, wobei einige davon die kritische Masse für gravitativen Kollaps überschreiten können. Dort bilden sich Sterne.